Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht


09.11.2018 | Synagogendenkmal Goethestraße/Ecke Humboldtstraße

Der 9. November gilt als Schicksalsdatum der deutschen Geschichte. In diesem Jahr jähren sich an dem Tag zum 100. Mal die Ausrufung der deutschen Republik und das Ende des Kaiserreichs. Gleichzeitig wird der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht begangen. An die Geschehnisse vom 9. November 1938 erinnert die Landeshauptstadt Kiel mit einer Gedenkveranstaltung.

Der Novemberpogrom mit seinen Gewaltexzessen und der anschließenden Verhaftungswelle bedeutete eine neue Eskalationsstufe der nationalsozialistischen Judenverfolgung. In Kiel wurde die Synagoge in der Goethestraße in Brand gesteckt und komplett zerstört.

Am Synagogendenkmal an der Goethestraße/Ecke Humboldtstraße findet am Freitag, 9. November, ab 11 Uhr die städtische Mahn- und Gedenkveranstaltung statt, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar wird einige Worte an die Gedenkgemeinde richten und einen Kranz niederlegen. Auch Joachim Liß-Walther, Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein, wird eine kurze Ansprache halten. Das Schlussgebet spricht Landesrabbiner Dov-Levi Barsilay.

Katharina Hoffmann und Alexander Wernet begleiten das öffentliche Gedenken musikalisch. Schülerinnen und Schüler des Abendgymnasiums und der Käthe-Kollwitz-Schule tragen Texte über Lebens- und Leidenswege von Opfern vor, die für Kieler Stolperstein-Verlegungen vorbereitet wurden.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird um 12 Uhr eine kostenlose Stadtrundfahrt mit Eckhard Colmorgen vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein angeboten. Treffpunkt ist die Bushaltestelle „Kunsthochschule“ am Knooper Weg.